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Mythen über Elektroautos

Myter om elbiler

Es gibt nicht genügend Rohstoffe für die Batterieproduktion
FALSCH

Die meisten Rohstoffe sind in ausreichender Menge vorhanden, meint die Weltbank. Es gibt keinen Mangel an Kobalt, Lithium, Silizium, Kupfer oder Graphit, auch wenn der Bedarf an Batterien stark steigt. Es können jedoch Engpässe entstehen: So dauert es beispielsweise lange, neue Minen zu erschließen.
Die technologische Entwicklung führt jedoch dazu, dass pro kg Batterie geringere Mengen bestimmter Mineralien benötigt werden. Der steigende Verbrauch macht es jedoch wichtig, Batterien zu recyceln, was ebenfalls möglich ist.

Die Verschrottung von Batterien verursacht starke Umweltverschmutzung
FALSCH

In erster Linie können die Batterien als Ganzes wiederverwendet werden, beispielsweise als stationäre Energiespeicher oder mobile „Powerbanks“, sodass sie eine lange Lebensdauer erhalten. Batterien sind nicht giftig. Sie können zerlegt werden, und wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel, Mangan, Kobalt und Aluminium können zurückgewonnen werden. Die Volkswagen-Gruppe hat gerade ihr erstes Zentrum für Batterierecycling eröffnet, weitere werden folgen. Es wird erwartet, dass die EU umfassende Rechtsvorschriften einführt, die Automobilhersteller dazu verpflichten, Batterien von Elektrofahrzeugen unter Klimagesichtspunkten ordnungsgemäß zu behandeln. Dies wird der Startschuss für eine umfassende „Recyclingindustrie“ im Bereich der Autobatterien sein.

Der Strom für Elektroautos ist nicht besonders umweltfreundlich
FALSCH

Ja, der dänische und der europäische Strom sind sehr umweltfreundlich und bestens geeignet, dazu beizutragen, Elektroautos klimafreundlich zu machen. Der Strom aus dänischen Steckdosen verursachte 2019 lediglich 150 Gramm CO2 pro kWh (ohne Übertragungsverluste). In der Europäischen Union insgesamt liegt der Wert höher, bei 235 Gramm, ist im globalen Maßstab aber immer noch ziemlich umweltfreundlich. Dabei handelt es sich um Durchschnittswerte, und man kann lange darüber diskutieren, ob der Strom für ein Elektroauto viel schlechter als der Durchschnitt ist (beispielsweise wenn man sozusagen ein Kohlekraftwerk starten muss, um das Elektroauto zu laden), oder ob der Strom für ein Elektroauto umgekehrt besonders umweltfreundlich ist, weil das Auto zu Zeiten laden kann, in denen nur wenig CO2 ausgestoßen wird. Insgesamt ist der Durchschnitt ein guter Ausgangswert, er zeigt jedoch, wie wichtig intelligentes Laden ist, damit Elektroautos möglichst zu Zeiten mit umweltfreundlichem Überschussstrom geladen werden.

Elektroautos sind für das Klima nicht besser als Benzin- und Dieselautos
FALSCH

Doch, in unserem Teil der Welt sind sie das zweifellos. Nicht unbedingt sofort in großem Maße, aber ihr Vorsprung wird mit der Zeit immer größer. Zur vollständigen Wahrheit gehören jedoch viele Nuancen. Kauft man ein Elektroauto, dessen Batteriezellen mit dem heutigen kohleintensiven chinesischen Strom hergestellt wurden und das mit dem heutigen europäischen Strom betrieben wird, verursacht das Elektroauto über seine Lebensdauer von 200.000-225.000 km 28-55 Prozent weniger Treibhausgase als ein vergleichbares Benzin- oder Dieselauto. 

Link zum Bericht des Klimarats

Elektroautos sind nahezu wartungsfrei
WAHR

Elektroautos benötigen nicht denselben Wartungsaufwand wie Benzin- und Dieselautos, dennoch gibt es einige Dinge, auf die man achten muss. Das Auto muss weiterhin bei den üblichen Dingen gewartet werden, etwa Bremsen, Bremsflüssigkeit, Reifen, Scheibenwischer, Klimaanlage und Innenraumfilter, genau wie alle anderen Autos. Insgesamt sind sie jedoch bei Weitem nicht so teuer zu warten wie herkömmliche Autos. Einige der genannten Dinge kann man sogar problemlos selbst erledigen.

Mit einem Elektroauto hat man keinen Fahrspaß
FALSCH

Auf keinen Fall - ganz im Gegenteil. Elektroautos sind äußerst komfortabel, blitzschnell und benötigen kein Schalten. Gleichzeitig sind sie mit einer guten Ausstattung versehen. Die große Mehrheit der Autobesitzer, die auf ein Elektroauto umgestiegen sind, kehrt daher nie wieder zu einem Benzin- oder Dieselauto zurück. 

Elektroautos fahren mit einer Ladung nicht annähernd so weit, wie die offiziellen Angaben versprechen
WAHR

Bei der Messung der offiziellen Reichweite von Elektroautos wird eine Methode verwendet, die hinsichtlich der Reichweite ein sehr optimistisches Ergebnis liefert. In der Regel fahren Elektroautos mit einer Ladung kürzer, als der Hersteller verspricht. An einem Sommertag ist es jedoch möglich, den Normwert zu erreichen. Die Reichweite variiert stark zwischen Sommer- und Winterbetrieb. Außerdem ist das bei Benzin- und Dieselautos nicht anders, die beim Fahren auf der Autobahn und im Winter natürlich ebenfalls einen höheren Verbrauch haben.

Das Stromnetz kann nicht alle neuen Elektroautos verkraften
FALSCH

Das Stromnetz kann sehr viele Elektroautos verkraften, und kurzfristig gibt es laut der Technischen Universität Dänemark keine Probleme. Bei einer Million Elektroautos innerhalb von 10 Jahren muss der Ausbau und die Weiterentwicklung des Stromnetzes im Laufe der Jahre natürlich verstärkt werden. 

Mit einem Elektroauto in den Urlaub zu fahren, ist umständlich
FALSCH

Das Ladenetz in Dänemark und Europa ist in den vergangenen Jahren sehr schnell gewachsen, und Schnelllader gibt es überall. Die meisten Elektroautos schaffen problemlos 350-500 km mit einer Ladung, bevor die Batterie wieder geladen werden muss. Oft braucht die Familie ohnehin eine Pause und die Kaffeetasse wird nachgefüllt. Daher empfindet man es keineswegs als Zeitverschwendung - ganz im Gegenteil: Man stellt fest, dass dies eine viel angenehmere Art ist, mit dem Auto in den Urlaub zu fahren. 

Elektroautos fangen häufig Feuer
FALSCH

Ein ganz klares Nein!
Elektroautos sind keine fahrenden Feuerbomben, als die sie manche Skeptiker gerne darstellen.
 
Es gibt keine Belege dafür, dass Elektroautos brandgefährlicher sind als Benzinautos, tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall. Meist handelte es sich um schlechte und illegale Installationen, die für Unfälle verantwortlich waren. Die Batterie eines Elektroautos gerät äußerst selten in Brand. Wenn eine Elektroauto-Batterie jedoch erst einmal brennt, kann es schwierig sein, sie wieder zu löschen.


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